Liquidität und Werte sauber belegen.
Bei fehlender Liquidität reicht der Hinweis auf ein Haus oder Unternehmen nicht. Es braucht nachvollziehbare Werte, offene Kosten und einen realistischen Zahlungsplan.
Wenn der Nachlass nicht liquide ist, können Stundung oder Ratenzahlung beim Pflichtteil wichtig werden. Was Erben prüfen sollten.
Mag. Bernhard Brandauer
Rechtsanwalt · BRANDAUER Rechtsanwälte, Salzburg
Erbrechtliche Mandate betreut Mag. Bernhard Brandauer gemeinsam mit einem eingespielten Team. Wir prüfen Testament, Pflichtteil, Schenkungen und Fristen und sagen Ihnen klar, wie Ihre Position ist.
Pflichtteilsansprüche können zu einem Liquiditätsproblem werden. Der Nachlass enthält vielleicht eine Liegenschaft, ein Unternehmen oder schwer verwertbare Werte, aber kaum sofort verfügbares Geld.
Dieser Beitrag erklärt, wann Stundung oder Ratenzahlung nach §§ 766 und 767 ABGB in Betracht kommen und wie Erben sowie Pflichtteilsberechtigte den Konflikt sachlich vorbereiten.
Beantworten Sie eine kurze Frage. Sie erhalten eine erste Orientierung für Stundung, Ratenzahlung oder Vergleich.
Sie wissen schon, dass Sie eine Anfrage stellen wollen? Direkt zum Anfrageformular.
Die Antwort zeigt, welche Prüfung zuerst sinnvoll ist.
Bei fehlender Liquidität reicht der Hinweis auf ein Haus oder Unternehmen nicht. Es braucht nachvollziehbare Werte, offene Kosten und einen realistischen Zahlungsplan.
Wenn sofortige Zahlung verlangt wird, müssen Fälligkeit, Anspruchshöhe und Verhandlungsziel getrennt geprüft werden. Ein Vergleich kann planbarer sein als ein offener Streit.
Bei Immobilien oder Unternehmen kann eine sofortige Zahlung wirtschaftlich schwierig sein. §§ 766 und 767 ABGB erlauben unter Voraussetzungen Stundung oder Ratenzahlung.
Der Pflichtteil ist ein Geldanspruch. Wenn der Nachlass überwiegend aus gebundenen Werten besteht, entsteht Druck zwischen berechtigtem Zahlungsinteresse und wirtschaftlicher Realität.
Erben sollten nicht nur behaupten, dass kein Geld vorhanden ist. Sie müssen Werte, Schulden, laufende Kosten und mögliche Verwertungsfolgen nachvollziehbar darstellen.
Das ABGB kennt Möglichkeiten, den Pflichtteilsanspruch zu stunden oder in Raten zu erfüllen. Entscheidend ist eine Interessenabwägung, nicht die bloße Bequemlichkeit des Erben.
Relevant sind etwa Nachlassstruktur, Zumutbarkeit sofortiger Zahlung, Schutz des Pflichtteilsberechtigten und die Frage, ob eine geordnete Zahlung realistisch gesichert werden kann.
Oft ist ein klarer Zahlungsplan mit Sicherheiten sinnvoller als ein harter Streit über sofortige Zahlung. Dafür müssen Höhe, Fälligkeit, Zinsen und Sicherheiten konkret geregelt werden.
Pflichtteilsberechtigte sollten zugleich prüfen, ob Auskunft und Bewertung vollständig sind. Ohne richtige Bemessungsgrundlage ist jede Ratenlösung riskant.
Im Erbrecht entscheiden Fristen und Beweise. Rufen Sie direkt an oder schreiben Sie uns, Rückruf innerhalb eines Werktags.
Anschrift
BRANDAUER Rechtsanwälte GmbH Giselakai 51 5020 Salzburg
Telefon
+43 662 6280000